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Als Coach in ChatGPT auftauchen: fünf konkrete Schritte

Kein Geheimwissen, kein Trick, sondern fünf nachvollziehbare Schritte, mit denen du die Chance erhöhst, dass eine KI dich empfiehlt.

Als Coach in ChatGPT auftauchen: fünf konkrete Schritte

«Wie komme ich in ChatGPT?» ist eine Frage, die ich oft höre. Die ehrliche Antwort vorweg: Es gibt keinen Knopf und keine Garantie. Aber es gibt sehr wohl nachvollziehbare Schritte, die deine Chancen deutlich erhöhen, von einer KI verstanden und empfohlen zu werden. Kein Geheimwissen, sondern Handwerk. Hier sind die fünf wichtigsten, in der Reihenfolge, in der sie wirklich zählen.

1. Mach dein Wertversprechen glasklar

Wenn nicht in wenigen Sekunden klar ist, für wen du da bist und welches Problem du löst, kann auch eine KI es nicht zusammenfassen. Und was sie nicht zusammenfassen kann, empfiehlt sie nicht.

Schreibe deshalb in einem einzigen Satz, den ein Kind verstehen würde: Was bietest du, für wen, mit welchem Nutzen. Ein Vergleich macht den Unterschied deutlich:

  • Vorher: «Ganzheitliche Begleitung auf dem Weg zu deinem besten Selbst.»
  • Nachher: «Ich helfe Führungskräften, die sich beruflich neu orientieren wollen, in drei Monaten Klarheit über den nächsten Schritt zu finden.»

Der erste Satz klingt schön. Der zweite ist für Mensch und Maschine sofort greifbar: die Zielgruppe, das Problem, der Nutzen, der zeitliche Rahmen. Dieser Schritt wirkt unscheinbar, ist aber das Fundament. Eine KI, die nicht weiss, in welche Schublade du gehörst, wird dich bei einer konkreten Frage nicht aus dem Hut zaubern.

2. Beantworte echte Fragen

KI-Systeme arbeiten mit Fragen und Antworten. Menschen tippen ganze Sätze in ChatGPT, nicht einzelne Stichworte. «Was kostet ein Business-Coaching?» oder «Wie finde ich heraus, ob Mediation für unseren Konflikt passt?»

Sammle die Fragen, die deine Kundinnen und Kunden wirklich stellen, im Erstgespräch, per Mail, zwischen Tür und Angel. Und beantworte sie auf deiner Website ehrlich und konkret. Eine gute FAQ-Sektion ist kein Beiwerk, sondern direktes Futter für die KI, weil sie genau in der Form vorliegt, in der Menschen fragen. Wichtig dabei: Antworte in vollständigen Sätzen, die für sich allein verständlich sind. KI-Systeme greifen sich oft nur einen einzelnen Abschnitt heraus, und der sollte auch ohne den Rest der Seite Sinn ergeben. Das Schöne daran: Diese Fragen helfen auch deinen menschlichen Besucherinnen und Besuchern, Vertrauen zu fassen.

3. Zeig, wer du bist

Eine KI bewertet Quellen unter anderem danach, ob hinter einem Angebot eine erkennbare, glaubwürdige Person steht. Fachleute nennen das E-E-A-T: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit. Eine echte Über-mich-Seite mit Foto, Geschichte, Werdegang und Zertifikaten liefert genau diese Signale.

Gesichtsloses wird selten empfohlen. Wenn eine KI nicht erkennen kann, wer hinter den Texten steht, welche Erfahrung diese Person mitbringt und wofür sie steht, fehlt ihr die Grundlage, dich als vertrauenswürdige Quelle einzuordnen. Mach dich greifbar, mit Namen, Gesicht und einer Geschichte, die zu dir passt. Und denk dabei über deine Seite hinaus: Wenn dein Name auch auf einer Bewertungsplattform, in einem Verzeichnis oder einem Fachbeitrag konsistent auftaucht, verstärkt das die Signale zusätzlich.

4. Bring Struktur in deine Seite

Klare Überschriften, eine saubere Gliederung und strukturierte Daten helfen der KI, deine Inhalte einzuordnen. KI-Modelle verarbeiten Texte in kleinen Abschnitten und sind darauf angewiesen, dass diese Abschnitte eindeutig sind. Was eine Maschine nicht versteht, kann sie nicht weiterempfehlen.

Strukturierte Daten im Format JSON-LD sind dabei besonders wirksam. Sie sagen einer Maschine unmissverständlich: Hier ist eine Person, hier eine Dienstleistung, hier eine häufig gestellte Frage samt Antwort. Du musst das nicht selbst programmieren, aber du solltest wissen, dass es diesen unsichtbaren Steckbrief gibt und dass er über deine Einordnung mitentscheidet. Achte ausserdem auf eine logische Überschriften-Hierarchie: eine klare Hauptüberschrift, darunter sinnvolle Zwischentitel. Was für Menschen Lesbarkeit schafft, schafft für Maschinen Orientierung.

5. Bleib dran

KI-Modelle und ihre Datenquellen verändern sich laufend. Wer einmal optimiert und dann nichts mehr tut, verliert über die Zeit an Boden. Regelmässige, hilfreiche Inhalte halten dich sichtbar, bei Google genauso wie bei der KI, und sie liefern immer neue Frage-Antwort-Paare, auf die sich ein Modell beziehen kann.

Das muss kein täglicher Kraftakt sein. Ein durchdachter Beitrag im Monat, der eine echte Frage deiner Zielgruppe beantwortet, wirkt mehr als zehn hastige Posts. Konstanz schlägt Lautstärke.

Ein häufiger Irrtum

Viele glauben, es brauche einen technischen Kniff, ein Stichwort, das man irgendwo «hinterlegt», und schon empfiehlt die KI einen. So funktioniert es nicht. KI-Sichtbarkeit entsteht nicht aus einem versteckten Trick, sondern aus Klarheit, Glaubwürdigkeit und Konsistenz. Das ist die unbequemere, aber ehrlichere Wahrheit, und gleichzeitig die beruhigende: Du kannst dir diese Sichtbarkeit nicht erkaufen, indem du am lautesten schreist. Du baust sie dir auf, indem du sauber arbeitest. Genau deshalb glaube ich, dass KI-Sichtbarkeit am Ende die ehrlicheren Anbieter belohnt, nicht die lautesten.

Deine Kurz-Checkliste

Zum Mitnehmen, in einem Blick:

  • Ein Satz, der klar sagt, was du für wen mit welchem Nutzen tust
  • Eine FAQ mit echten Fragen und in sich verständlichen Antworten
  • Eine Über-mich-Seite mit Gesicht, Geschichte und Belegen
  • Saubere Überschriften und strukturierte Daten
  • Konsistenter Name und Auftritt, auch ausserhalb deiner Seite
  • Regelmässig ein hilfreicher neuer Inhalt

Drei Fragen, die deine Wunschkunden der KI stellen

Es hilft, sich die konkreten Sätze vorzustellen, die Menschen wirklich eintippen, und dann zu prüfen, ob deine Seite darauf eine klare Antwort gibt. Drei typische Beispiele:

«Wer hilft mir bei meinem Thema in meiner Region?» Hier zählt, dass dein Thema und dein Ort eindeutig auf der Seite stehen, idealerweise auch in den strukturierten Daten. Wer seine Region nie erwähnt, fällt bei jeder ortsbezogenen Frage stillschweigend durch. Ein einziger klarer Satz wie «Ich arbeite mit Klientinnen und Klienten in der Deutschschweiz, online und in Bern» kann den Unterschied machen.

«Was kostet das ungefähr?» Viele scheuen sich, über Preise zu schreiben. Dabei ist genau das eine der häufigsten Fragen überhaupt. Eine ehrliche Orientierung, und sei es nur eine Spanne oder das Modell dahinter, macht dich zur konkreten, zitierfähigen Antwort. Schweigen führt dazu, dass die KI jemand anderen nennt, der sich traut.

«Wie finde ich heraus, ob dein Ansatz zu mir passt?» Solche Fragen zielen auf Eignung und Vertrauen. Eine FAQ, die ehrlich sagt, für wen du der oder die Richtige bist und für wen nicht, wirkt hier besonders stark. Sie zeigt Profil, und Profil ist für eine KI leichter einzuordnen als ein Angebot, das für alle und damit für niemanden gemacht ist.

Der gemeinsame Nenner: Schreib so, dass ein einzelner Abschnitt deiner Seite eine dieser Fragen vollständig beantwortet, auch ohne den Rest der Seite. Genau solche in sich geschlossenen Abschnitte greifen sich KI-Systeme heraus, wenn sie eine Antwort zusammensetzen. Wenn du dir vor jedem neuen Text die Frage stellst «Auf welche echte Frage antworte ich hier?», arbeitest du fast von selbst in die richtige Richtung.

Die Reihenfolge zählt

Diese fünf Schritte bauen aufeinander auf. Eine glasklare Botschaft ohne Struktur verpufft, und perfekte strukturierte Daten auf einer Seite, die nicht sagt, für wen sie da ist, helfen wenig. Am besten gehst du sie der Reihe nach an: erst Klarheit, dann Inhalt, dann Vertrauen, dann Struktur, dann Kontinuität.

Wenn du sehen willst, wo du heute stehst und welcher dieser fünf Schritte für dich der wichtigste ist, mach den kostenlosen KI-Sichtbarkeits-Check. Er schaut sich deine Seite an und sagt dir konkret, woran du als Erstes arbeiten solltest.

Tobias Michael Kurz

Tobias Michael Kurz

Copywriter und GEO-Optimierer. Ich helfe Coaches, Beraterinnen und Beratern sowie Consulting-Unternehmen, in ChatGPT, Perplexity und Google gefunden und empfohlen zu werden. Mehr über mich

FAQ

Häufige Fragen

Kann ich garantieren, dass ChatGPT mich empfiehlt?

Nein, und wer das verspricht, übertreibt. KI-Antworten schwanken und die Modelle ändern sich laufend. Beeinflussen lässt sich aber die Grundlage: ob deine Website klar, glaubwürdig und zitierfähig ist. Genau daran arbeiten diese fünf Schritte.

Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?

Erste Verbesserungen in der KI-Sichtbarkeit sind oft nach wenigen Wochen erkennbar. Es ist aber ein laufender Prozess, kein einmaliger Schalter, vor allem weil sich die KI-Modelle und ihre Quellen ständig weiterentwickeln.

Muss ich dafür technisch versiert sein?

Nein. Die inhaltlichen Schritte kannst du selbst angehen. Für die technischen Teile wie strukturierte Daten helfe ich dir, oder ich übernehme sie ganz.

Gilt das nur für ChatGPT?

Nein. Dieselben Grundlagen wirken auch bei Perplexity, Gemini, Claude und den AI Overviews von Google. Du optimierst nicht für ein einzelnes Werkzeug, sondern dafür, dass KI-Systeme allgemein dich verstehen und einordnen können.

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