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KI im Marketing: was dir als Coach wirklich hilft und was nur Hype ist

KI im Marketing wirkt schnell überwältigend. Dieser Beitrag ordnet das Thema in drei nützliche Ebenen und zeigt dir, welchen Hype du getrost ignorieren darfst.

KI im Marketing: was dir als Coach wirklich hilft und was nur Hype ist

Wenn ich mit Coaches über ihr Marketing spreche, kommt das Thema KI fast immer zur Sprache. Meist schwingt dabei eine Mischung aus Neugier und schlechtem Gewissen mit. Viele haben das Gefühl, sie müssten längst mehr damit machen. Gleichzeitig wissen sie nicht, wo sie anfangen sollen, weil jede Woche ein neues Tool durch die Feeds geistert und jedes davon als Pflichtprogramm angepriesen wird. Genau diese Unruhe möchte ich dir in diesem Beitrag nehmen. KI im Marketing ist weder Zauberei noch Bedrohung. Sie ist ein Werkzeugkasten mit drei Fächern, die für dich als selbstständiger Coach oder Beraterin wirklich relevant sind. Alles andere darfst du mit gutem Gewissen ignorieren.

Was KI im Marketing überhaupt bedeutet

Wenn du bei Google «was ist KI im Marketing» eingibst, findest du viele Definitionen voller Fachbegriffe. Ich fasse es lieber praktisch zusammen: KI im Marketing bedeutet, dass Software dich bei Aufgaben unterstützt, die bisher viel Zeit gekostet haben. Dazu gehören das Entwerfen von Texten, das Recherchieren, das Auswerten von Zahlen oder das Versenden von Mails zum richtigen Zeitpunkt. Für Konzerne kommen Dinge wie Vorhersagemodelle oder dynamische Preisgestaltung dazu. Für dich als Einzelunternehmerin ist das meiste davon schlicht nicht relevant. Deshalb lohnt es sich, das Thema auf jene Ebenen herunterzubrechen, die in einem kleinen Betrieb tatsächlich einen Unterschied machen. Aus meiner Beratungspraxis sind es genau drei. Jede davon schauen wir uns jetzt in Ruhe an, damit du am Ende weisst, wo sich dein Einsatz wirklich lohnt.

Ebene 1: KI als Arbeitswerkzeug

Die naheliegendste Ebene ist KI als verlängerte Werkbank. Du nutzt ein Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude, um Entwürfe zu erstellen, Ideen zu sortieren oder bestehende Inhalte neu zu verwerten. Aus einem ausführlichen Blogbeitrag entstehen so ein Newsletter, drei LinkedIn-Posts und eine Folienidee für deinen nächsten Workshop. Das ist kein Zaubertrick. Es ist schlicht eine effizientere Art, mit dem Material zu arbeiten, das du ohnehin schon hast.

Wichtig ist dabei die Rollenverteilung. Die Maschine liefert Rohmaterial, du lieferst Haltung, Erfahrung und den letzten Schliff. Ob ChatGPT wirklich gute Marketing-Texte schreiben kann, habe ich in einem eigenen Beitrag ausführlich beleuchtet. Hier nur so viel: Als Werkzeug in deiner Hand spart dir KI viele Stunden. Als Autopilot ohne deine Stimme produziert sie austauschbaren Einheitsbrei, den deine Wunschkundinnen sofort als solchen erkennen.

Ebene 2: KI als neuer Sichtbarkeitskanal

Die zweite Ebene wird oft übersehen, obwohl sie für deine Kundengewinnung vermutlich die wichtigste ist. Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht von Google, wenn sie einen Coach oder eine Beraterin suchen. Die Antworten dieser Systeme sind der neue erste Eindruck. Wer dort empfohlen wird, gewinnt Vertrauen, bevor die eigene Website überhaupt besucht wurde.

Dahinter steht eine eigene Disziplin, die sich Generative Engine Optimization nennt. Was GEO genau ist, habe ich separat erklärt. Für die Einordnung reicht hier ein Gedanke: Deine Inhalte arbeiten heute doppelt. Sie überzeugen Menschen, die sie lesen. Gleichzeitig füttern sie die KI-Systeme, die dich später empfehlen sollen. Diese Ebene betrifft also weniger deine Werkzeuge als deine Auffindbarkeit. Genau darum halte ich sie für so entscheidend: Hier wird gerade neu verteilt, wer in den kommenden Jahren gefunden wird. Wer früh anfängt, baut einen Vorsprung auf, den späte Nachzügler nur mühsam einholen.

Ebene 3: KI als Automatisierungshelfer

Die dritte Ebene ist unspektakulär, dafür im Alltag Gold wert. Gemeint sind kleine Automatisierungen für Abläufe, die sich ständig wiederholen: die Follow-up-Mail nach einem Erstgespräch, die Erinnerung an einen Termin, die Zusammenfassung eines Kundencalls oder das Einsortieren von Anfragen. Einzeln betrachtet ist das Kleinkram. In der Summe fressen solche Aufgaben jede Woche Stunden, die dir anschliessend für deine eigentliche Arbeit fehlen.

Mein Rat dazu ist bewusst bescheiden. Beginne mit einem einzigen Ablauf, der dich spürbar nervt. Wenn die Automatisierung läuft und sich bewährt, nimmst du dir den nächsten vor. So wächst über Monate ein System, das dir den Rücken freihält, ohne dass du je ein grosses Technikprojekt daraus machen musstest.

Was davon nur Hype ist

Bleibt die Frage, was du getrost ignorieren darfst. An erster Stelle steht die Tool-Sammelwut. Jede Woche erscheinen neue KI-Anwendungen mit grossen Versprechen. Wer jede davon testet, verliert genau die Zeit, die KI eigentlich sparen sollte. Für die drei beschriebenen Ebenen reichen ein gutes Sprachmodell, dein bestehendes Mail-Programm und vielleicht ein Automatisierungsdienst völlig aus.

Ebenso wenig glaube ich an das Versprechen, KI ersetze dein Marketing komplett. Menschen buchen Coaching bei Menschen. Deine Geschichte, deine Haltung und deine Art zu denken lassen sich nicht auslagern. Eine Maschine kann all das verstärken, mehr aber auch nicht.

Der dritte Hype ist das tägliche Trend-Hinterherrennen. Fragen wie «welche KI-Trends gibt es im Marketing» sind verständlich, schliesslich will niemand den Anschluss verlieren. Nur ändert sich an den Grundlagen erstaunlich wenig. Klare Positionierung, hilfreiche Inhalte und echte Erfahrung wirken vor wie nach jedem Modellwechsel. Trends darfst du zur Kenntnis nehmen. Hinterherrennen musst du ihnen nicht.

Ruhig anfangen statt alles gleichzeitig

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du das alles neben vollen Coaching-Tagen umsetzen sollst. Die ehrliche Antwort lautet: gar nicht alles. Gerade wenn deine Zeit knapp ist, zählt ein fokussierter Einsatz mehr als jede noch so lange Tool-Liste. Wie eine ruhige Content-Strategie mit wenig Zeit aussieht, habe ich an anderer Stelle beschrieben. Dasselbe Prinzip gilt für KI: ein Werkzeug, mit dem du wirklich arbeitest, eine klare Sichtbarkeitsstrategie, eine Automatisierung nach der anderen. Damit deckst du alle drei Ebenen ab und bleibst trotzdem bei dem, wofür deine Kundinnen dich buchen.

Wenn du wissen möchtest, wo du heute stehst, schau dir meinen KI-Check an. Dort prüfe ich, wie sichtbar dein Angebot in Google und in KI-Antworten bereits ist und wo die grössten Hebel für dich liegen. Ruhig, ehrlich und ohne Tool-Feuerwerk.

Tobias Michael Kurz

Tobias Michael Kurz

Copywriter und GEO-Optimierer. Ich helfe Coaches, Beraterinnen und Beratern sowie Consulting-Unternehmen, in ChatGPT, Perplexity und Google gefunden und empfohlen zu werden. Mehr über mich

FAQ

Häufige Fragen

Was ist KI im Marketing?

KI im Marketing bezeichnet den Einsatz künstlicher Intelligenz für Marketingaufgaben, etwa das Entwerfen von Texten, die Recherche, die Auswertung von Daten oder die Automatisierung wiederkehrender Abläufe. Für Selbstständige sind vor allem drei Ebenen relevant: KI als Arbeitswerkzeug, als neuer Sichtbarkeitskanal und als Automatisierungshelfer. Vieles darüber hinaus ist für kleine Betriebe schlicht nicht nötig.

Welche KI-Tools brauche ich als Coach wirklich?

Deutlich weniger, als die Feeds vermuten lassen. Ein gutes Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude, dein bestehendes Mail-Programm und bei Bedarf ein Automatisierungsdienst decken die wichtigsten Anwendungsfälle ab. Entscheidend ist der fokussierte Einsatz weniger Werkzeuge statt einer ständig wachsenden Tool-Sammlung.

Ersetzt KI mein Marketing komplett?

Nein. KI kann Entwürfe liefern, Abläufe automatisieren und deine Sichtbarkeit unterstützen. Deine Positionierung, deine Erfahrung und deine persönliche Stimme bleiben deine Aufgabe. Menschen buchen Coaching bei Menschen und genau das spürt man in gutem Marketing.

Muss ich jedem KI-Trend im Marketing folgen?

Nein, die Grundlagen ändern sich viel langsamer als die Schlagzeilen. Klare Positionierung, hilfreiche Inhalte und echte Erfahrung wirken unabhängig vom neuesten Modell. Es reicht, Trends gelegentlich zur Kenntnis zu nehmen und die eigene Strategie ein- bis zweimal im Jahr in Ruhe zu überprüfen.

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